PKW

Klasse B

Die Klasse B ist die von Jugendlichen am meisten gewählte Klasse. Klar: Denn hat man diesen Führerschein, ist es leicht mobil zu werden, da ein Auto meist zumindest von den Eltern ausgeliehen werden kann. Ein eigener Wagen oder die Nutzung moderner Car Sharing Projekte sind auch gute Alternativen  Stellt euch vor: Jetzt könnt Ihr euch endlich selber abholen!

Mit der  Klasse B dürft Ihr  Kraftfahrzeuge bis 3,5 t und einem Anhänger bis 750 kg fahren. Die Masse des Anhängers darf allerdings auch über 750 kg liegen, wenn die zulässige Gesamtmasse des Anhängers plus die zulässige Gesamtmasse des Zugfahrzeugs 3,5 t nicht überschreitet (kompliziert?).

Es dürfen maximal 8 Leute mitgenommen werden.

Wollt Ihr ein Kfz über 3,5 t fahren, müsst Ihr Euch in Richtung der C-Klassen orientieren, wenn es mehr Personen sein sollen, dann sind die D-Klassen richtig.

Die Klasse B schließt jetzt die Klassen L und M mit ein. Das Mindestalter beträgt 18 Jahre.

Habt Ihr genug Sponsoren gefunden – gerne genommen werden Omas, Opas, Eltern, Onkel, Tanten und junge Geschwister mit Sparschweinen etc. – könnt Ihr oder auch Egon bei dem zuständigen Straßenverkehrsamt den Antrag für diese Klasse stellen (Sehtest, Paßfoto, Erste-Hilfe-Kurs, Ausweis). Danach nehmt Ihr mindestens 14x an unserem Theorieunterricht teil, bevor dann noch spannendere Sachen auf euch warten: Lenk- und Schaltübungen, Fahrstreifenwechsel. Als Krönung machen wir anschließend tolle Ausflüge aufs Land (5×45 Minuten), fahren im Dunkeln in den Wald (3×45 Minuten) und haben (4×45 Minuten) Zeit die rechte Fahrspur auf der Autobahn zu blockieren. Schließlich aber kommt der schönste Tag in eurem Leben: Ein Mann bittet euch, für ca. 45 Minuten eure Fahrkünste bestaunen zu dürfen und verspricht als Belohnung eine kleine Plastikkarte (natürlich erst, wenn Ihr in der theoretischen Prüfung euer Können unter Beweis gestellt habt). Mit dieser dürft ihr voraussichtlich bis an euer Lebensende alleine weiterüben.

Begleitetes Fahren mit 17

Bereits mit 17 Jahren, könnt ihr Fahrzeuge der Klasse B fahren, wenn ihr euch einen  geeigneten Begleiter mit ins Auto nehmt. Er oder sie muss mindestens 30 Jahre alt sein, bereits seit 5 Jahren im Besitz der Klasse B und darf max 1 Punkt im Fahreignungsregister haben. Ansonsten gilt das gleich wie schon unter Klasse B beschrieben.

Klasse BE / B96

Wollt Ihr einen Anhänger benutzen, der nicht unter die Klasse B fällt, müsst Ihr einen Extra-Anhängerführerschein machen – z.B. für Wohnwagen, Bootstrailer. oder Pferdeanhänger.

B96

Wenn die bei Klasse B beschriebene Addition der beiden zulässigen Gesamtmassen zwischen 3500 und 4250 kg liegt, reicht der Eintrag der Schlüsselzahl 96 in euren Führerschein. um diesen Eintrag zu bekommen muss eine Schulung stattfinden. Diese ist unterteilt in 2,5 Stunden Theorie und 3,5 Stunden praktische Übungen. Hinzu kommt noch eine einstündige Fahrt durch den öffentlichen Straßenverkehr in Begleitung des Fahrlehrers. Zu den praktischen Übungen der Schulung zählen unter anderem Gefahrenbremsung, Ausweichen von Hindernissen sowie Rangieren und Einparken. Nach Abschluss der Schulung wird die erfolgreiche Teilnahme bescheinigt. Eine Prüfung ist nicht vorgesehen.

Nachteil bei B96 ist, dass bei  Neuanschaffung eines Anhängers oder Zugfahrzeugs leicht die maximale Grenze von 4,25 to überschritten werden kann. Allein das Ausleihen des Fahrzeugs eines Kollegen oder der Freundin, kann schon ein Problem bedeuten.

BE,  die bessere Alternative

Hier ist zwar eine Ausbildung mit Sonderfahrten (3 x Überland, 1 x Autobahn, 1 x Nachtfahrt) und abschließender Prüfung notwendig, aber es bestehen keine Einschränkungen bis zu einem zulässigen Anhängergesamtgewicht von 3,5 to mehr. Eine theoretische Ausbildung und Prüfung ist nicht vorgesehen.

Der zeitliche und finanzielle Aufwand der beiden Anhängervarianten liegt auf einem Niveau, so dass unsere Empfehlung immer bei der Klasse BE liegt.

Das Mindestalter für beide Varianten liegt bei 18 Jahren bzw 17 Jahre im begleiteten Fahren, die Klasse B muss vorhanden, bzw. bestanden sein.

Alle Prüfungen finden innerhalb und außerhalb von Ortschaften, auf der Autobahn und auf der Kraftfahrtstraße statt.